Natur und Landschaft

Charakteristisch für den Naturraum der Region ist der annähernd von Nordwest nach Südost verlaufende Lausitzer Grenzwall. Als Teil des südlichen Landrückens markiert er den Beginn des lößfreien Altmoränenlandes und grenzt das nördlich davon gelegene seen- und waldreiche Jungmoränenland ab. Lediglich die Spree, Dahme und Neiße haben diesen bis in die Altmark reichenden Höhenzug, der in der Region Höhen von über 150 m erreicht, durchbrochen. Im Südosten reicht die Region bis an die Elbe, die dort vorhandenen Böden zählen zu den besten der Region, darunter befindliche Kiese suchen bezüglich Umfang und Qualität deutschlandweit ihresgleichen.
Große Teile der jungen Landschaft der Region sind mit Wald bedeckt, mit fast 3000 km² (40 %) ist die Region die waldreichste in Brandenburg. Darüber hinaus bietet sie eine Vielfalt, die sich von purpurn blühender Heide, romantischen Streuobstwiesen bis zu Moorlandschaften erstreckt.
Einen Beitrag zur Biodiversität der Region will die I.N.A. Lieberoser Heide leisten, eine internationale Naturausstellung auf dem Gebiet eines 255 km² großen ehemaligen Truppenübungsplatzes.
Eine ausgesprochen starke, lokal durchaus mit der Wirkung des Inlandeises vergleichbare Prägung haben Teile der Region durch die Förderung der Braunkohle des Ostelbischen Braunkohlenreviers erfahren. Über viele Jahrzehnte ständig steigend erreichte das Maß der Landschaftsveränderung in den Jahren unmittelbar vor der politischen Wende seinen Höhepunkt. Im Ergebnis dessen ist heute in der Lausitz nahezu einzigartig ein Landschaftsmosaik entstanden, wo auf engstem Raum intakte Natur (z. B. das 1991 durch die UNESCO anerkannte Biosphärenreservat Spreewald) mit zu 100 % durch den Tagebau in Anspruch genommener Landschaft wechseln. Dieses Nebeneinander führt trotz weitreichender Sanierungsmaßnahmen, wo Landschaften wieder in Wert gesetzt wurden, zunehmend auch zu Wechselwirkungen der Tagebaulandschaften in ihre Umgebung hinein (z. B. Eisenockerbelastung der Spree).