Wirtschaft

Die Region Lausitz-Spreewald ist eine vorwiegend ländlich geprägte Region mit einzelnen kleinen und mittelgroßen Industriestandorten. Seit dem Anfang der 1990er Jahre befindet sich die Region im wirtschaftlichen Umbruch.

Energiewirtschaft

Bis in die heutige Zeit hat die Förderung von Braunkohle als fossiler Energieträger eine große Bedeutung für die Region. Dies zeigt sich vor allem daran, dass die Montanindustrie und die lokalen Stromerzeuger die größten regionalen Arbeitgeber sind.

Allerdings vollzieht sich die Energiewende durch den fortschreitenden Ausbau der Erneuerbaren Energien auch in der Region Lausitz-Spreewald in einem rasanten Tempo. Treibende Kraft dieses Prozesses ist in erster Linie die Windenergie, die in der Fläche durch den am 15.06.2016 veröffentlichten sachlichen Teilregionalplan „Windenergienutzung“ auf Ebene der Regionalplanung gesteuert wird. Wie die Windenergie leistet auch die Bereitstellung von Energie aus Photovoltaikanlagen sowie die aus Biomasse einen wichtigen Betrag zum Umbau des regionalen Energiemarktes hin zu den Erneuerbaren Energien.

Der Umbau des regionalen Energiemarktes wird auch durch das informelle regionale Energiekonzept der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald und die wissenschaftliche Forschungsarbeit an den Standorten der BTU Cottbus-Senftenberg begleitet.

Land- und Forstwirtschaft

Durch ihre vorwiegend ländliche Prägung bietet die Region der Land- und Forstwirtschaft vielfältige Produktionsgrundlagen.

Der Schwerpunkt regionaler Agrarunternehmen liegt hauptsächlich im Anbau von Getreide, Raps, Mais, Kartoffeln und verschiedenen Gemüsesorten sowie der Zucht von Schweinen, Rindern und Geflügel. Des Weiteren bildet die Milchwirtschaft ein wichtiges Standbein vieler lokaler Agrarunternehmen.

Die Waldkiefer ist die wichtigste Grundlage für die hiesige Forstwirtschaft. Die regionalen Bestände wurden vorwiegend in großen zusammenhängenden Monokulturen angebaut. Allerdings sind diese Reinbestände besonders anfällig gegen Schädlinge und Waldbrände. Deshalb vollzieht sich auch in der Region Lausitz-Spreewald ein fortwährender Umbau von den vorherrschenden Monokulturen hin zu Mischwäldern.

Industrie und Gewerbe

Den Bereich der Industrie- und Gewerbeansiedlungen dominieren vor allem kleinere Unternehmen, deren Aufgabenfeld hauptsächlich in den traditionellen Wirtschaftszweigen zu finden sind. Diese wären z.B. die Metallerzeugung und -weiterverarbeitung, das Baugewerbe, die Verarbeitung oberflächennaher Rohstoffe, der Logistik sowie die Lebensmittelproduktion. Die regional bedeutendsten industriellen Einzelstandorte sind der Lausitzer Produktionsstandort des Chemie-Unternehmens BASF in Schwarzheide, die Ortrander Eisenhütte sowie der Werkstandort der Trevira GmbH in Guben. Im Bereich des produzierenden Gewerbes sind Unternehmen wie Vestas am Standort Lauchhammer, die Wildauer Kurbelwelle sowie eine Vielzahl an Unternehmen der Luft- und Raumfahrt am Standort Schönefeld wichtige Arbeitgeber und somit von großer Bedeutung für die Region Lausitz-Spreewald.

Dienstleistungssektor

Große Arbeitgeber im Bereich des Dienstleistungssektors sind der Flughafen BER sowie die die zahlreichen Handels- und Logistikstandorte im Raum Waltersdorf und Wildau.

Tourismus

Die Region ist vor allem durch Tages- und Kurzzeittourismus geprägt, der sich besonders auf den abwechslungsreichen Naturraum erstreckt. Regionale touristische Schwerpunkte befinden sich vor allem im Bereich des Biosphärenreservates Spreewald, den Dahme-Heideseen sowie dem aus der Bergbaufolgelandschaft entstehenden Lausitzer Seenland. Bedeutende touristische Einzelstandorte sind beispielsweise das Tropical Islands, die Förderbrücke F-60 und der Lausitzring.

Bildung

An den Standorten Cottbus und Senftenberg bietet die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) ca. 8.200 Studenten eine Vielzahl an Studienmöglichkeiten. Neben der BTU bildet die Technische Hochschule Wildau südlich von Berlin als moderne Campushochschule einen weiteren Hochschulstandort.